Jedes zweite Olivenöl laut Stiftung Warentest Mangelhaft

Jedes Olivenöl, das in der EU verkauft wird, muss eine Herkunfts­angabe tragen. Sie kann zum Beispiel lauten: „Ursprungs­land Spanien“, „Mischung von Oliven­ölen aus EU-Ländern“, „Mischung von Oliven­ölen aus Dritt­ländern“. Die Oliven­ölver­ordnung schreibt aber nicht vor, dass die Herkunft im Labor über­prüft werden muss. Die Stiftung Warentest hat das für die Olivenöle im Test gemacht. Mit den derzeit verfügbaren Methoden lässt sich nur verifizieren, dass die Oliven eines Öls aus einem Land kommen. Bei Mischungen aus mehreren Ländern können die Anteile nicht geografisch zuge­ordnet werden. Weil die Öle im Test nur ein Land als Herkunft nennen, war eine Labor­analyse per Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) möglich. Das Ergebnis: Bei fünf Oliven­ölen – vier laut Etikett aus Italien, eins aus Spanien – ergaben sich große Diskrepanzen zwischen Analyse­ergeb­nissen und Herkunfts­angaben.

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